Rechtsanwältin Busch im familienrechtlichen Beratungsgespräch

Was ist Mediation?

Mediation bei Trennung und Scheidung:

  • Die Partner entwickeln selbständig und gemeinsam mit Hilfe eines neutralen Driten, des Mediators, eine Regelung zu den anstehenden Trennungs- und Scheidungsfolgen wie elterliche Sorge, Umgangsrecht, Unterhalt, Vermögensauseinandersetzung, Wohnen etc.. Dabei       sind sie selber die Entscheider und delegieren die Entscheidungsfindung nicht auf Rechtsanwälte oder Richter.
  • Die Mediation hilft bei einer fairen Trennung.
  • Die Mediation ist nicht gegnerisch sondern partnerschaftlich. Es soll dabei keinen Gewinner und keinen Verlierer geben, sondern zwei Gewinner, im  Gegensatz zum Kompromiss.
  • Die Mediation ist wechselseitig. Eine Vereinbarung kommt nur zustande, wenn beide Partner den Lösungen zustimmen.
  • Die Interessen der Kinder werden gewahrt. Ihnen bleiben trotz der Trennung Vater und Muter erhalten. Ihre Eltern und nicht das Gericht oder Rechtsanwälte treffen die für ihr Leben wichtigen Entscheidungen.
  • Die Mediation ist keine Ehe- oder Familientherapie.
  • Das Ziel ist eine faire Vereinbarung für die Zukunft.

Was geschieht in der Mediation?

  1. Das Verfahren dauert ca. 6-12 Sitzungen.
  2. Zunächst macht der Mediator die Partner mit den Grundregeln bekannt. Diese sind: Neutralität des Mediators, Freiwilligkeit der Teilnahme, Offenheit und Vertraulichkeit.
  3. Danach erfolgt ohne jede Bewertung die Bestandsaufnahme, nämlich Auflistung der Fragestellungen und Probleme, Standpunkte, Un- /Einigkeiten, Gemeinsamkeiten etc..
  4. Schließlich werden die hinter den kontroversen Positionen liegenden Interessen beider Partner herausgearbeitet, womit wesentliche Kommunikationsprobleme abgebaut werden können.
  5. In der vierten Phase werden gemeinsam und ohne Bewertung Lösungsvorschläge gesammelt. I. d. R. wird jetzt die parteiliche Beratung durch Fachleute ( Rechtsanwälte, Steuerbearter etc.) erforderlich.
  6. Die Lösungen werden gemeinsam diskutiert und erarbeitet, wobei die Interessen beider Partner (s. 3.) durch die Vereinbarung gewahrt sein sollen. In einem gemeinsamen Memorandum wird dies schriftlich festgehalten und den beratenden Rechtsanwälten zur Prüfung vorgelegt.
  7. Schließlich wird der Vertrag endgültig formuliert und entweder durch notarielle Beurkundung oder durch gerichtlichen Vergleich rechtlich verbindlich